Einige
Rahmenbedingungen und Erfahrungen
1.
Selbstverständlichkeit:
Alle hier erwähnten Einstellungen und Verhaltensweisen
werden selbstverständlich im Alltag umgesetzt. Das heißt, dass sie nicht besonders
betont werden oder sonstwie aus dem üblichen Rahmen unseres Zusammenlebens herausfallen.
Wir geben ihnen den Charakter der Selbstverständlichkeit über das sich gesondert
zu reden nur dann lohnt, wenn wirklich gravierende Ereignisse dazu auffordern:
Solche Ereignisse können sein: eine besonders große Ausgabe, das erste Taschengeld,
das erste selbstverdiente Geld.
2.
Offenheit:
Was Mutter und Vater verdienen ist zwischen ihnen kein Geheimnis.
Wenn Kinder sich dafür interessieren, wenn sie also von sich aus nachfragen
(ernst zu nehmen ist ein entsprechendes Interesse etwa ab der Pubertät); sollte
offen darüber gesprochen werden. Jüngere Kinder geben sich zufrieden, wenn ihnen
gesagt wird, dass sie sich keine Sorgen zu machen brauchen, da es immer genug
zu essen geben wird und man über die Einkommenshöhe nicht sprechen möchte. Die
Finanzsituation einer Familie gehört zu deren Intimsphäre; es müsste also sichergestellt
sein, dass entsprechende Kenntnisse in der Familie bleiben und von den Mädchen
und Jungen nicht nach Außen getragen werden. Unsere Heranwachsenden haben, wenn
sie sich überhaupt dafür interessieren, hierfür auch Verständnis.
3.
Gemeinsamkeit:
Gerade was Budgetverwaltung und Rücklagen für bestimmte
Ausgaben (Miete, Ferien, neues Auto, oder eine andere größere Anschaffung) betrifft,
stellen wir in Familien dann eine beiläufige Gemeinsamkeit her, wenn Vater und
Mutter derartige Probleme und Entscheidungen in Gegenwart ihrer Kinder besprechen.
Der beiläufige, selbstverständliche Charakter wird gewahrt, wenn solche Gespräche
bei Tisch oder während gemeinsamer Autofahrten stattfinden, die Kinder also Zeugen
dieser Gespräche werden, ohne daran teilnehmen zu müssen. Kinder können bei derartigen
Gelegenheiten sich in der Art und Weise an Gesprächen beteiligen, die ihrem Reife-
und Interessensstand entsprechen. Gesonderte Familienkonferenzen zu diesen Fragen
sind nicht nötig. Sie gäben den entsprechenden Vorgängen und Entscheidungen eine
Bedeutung, die sie normalerweise im kindlichen Erleben nicht haben. Wenn Eltern
freilich daran denken, ein Haus oder eine Wohnung zu kaufen, sind sie gut beraten,
ihre Kinder in diese Vorbereitungen einzubeziehen und es läSSt sich als Faustregel
festhalten: je größer (einschneidender oder bedeutungsvoller) die Folgen von Ausgabenanlässen
voraussichtlich für die Kinder sein werden, um so eher sollten die Kinder in Informations-
und Entscheidungsprozesse mit einbezogen werden.
4.
Konfliktfreiheit:
Überall dort, wo um das Geld herum im Lebensbereich
der Kinder gestritten wird, ist die Gefahr groß, dass Kinder bei dem Gedanken
an Geld Ängste entwickeln. Der Umgang mit Geld wird dann nicht von der hierfür
notwendigen Gelassenheit bestimmt, sondern von anderen Gefühlen begleitet. Es
sind nicht zuletzt tief verwurzelte, weil in der Kindheit aus der familialen Umgebung
aufgesogene Ängste und Sorgen, die bei dem Einen später zu Raffgier bei einem
anderen zu Geiz, bei wieder anderen Personen zum Streben nach Sicherheit um jeden
Preis führen können. Sorgen um "das liebe Geld" kennen wir alle. Es
wird wenig Lebensgeschichten geben, in denen in dieser Beziehung immer alles glatt
gegangen ist. Mancher von uns kennt das bedrückende, in der Nähe panischer Angst
angesiedelte Gefühl, das dann auftritt, wenn man plötzlich ohne Geld dasteht,
wenn man, im Regelfalle selbstverschuldet, "pleite" ist. Doch wenn Erwachsene
Probleme im Umgang mit Geld haben, ist das ihre Sache. Sobald Kinder davon betroffen
sind, ändert sich das. Nirgendwo tritt die Elternverantwortung deutlicher zu Tage,
als in diesem Bereich. Das heißt, wenn Kinder zu versorgen sind, muss mit Geld
so umgegangen werden, dass es keine gravierenden Mangelsituationen und dass es
deswegen keine Konflikte gibt. Wer hier Probleme hat, tut gut daran, sich schleunigst
nach Hilfe umzutun. Alles ist erlernbar: auch eine richtige Haushaltführung.
6. Geldschwierigkeiten:
In verschuldeten oder unverschuldeten Notsituationen - zum Beispiel hervorgerufen
durch Überschuldung und/oder Arbeitslosigkeit - ist es dringend nötig, ebenfalls
den Kindern offen die Verhältnisse darzulegen und sie nicht zu verschleiern. Kinder
verstehen unsere Sparsamkeit besser, wenn sie deren Gründe kennen. Wenn sie nicht
Bescheid wissen, kommen sie vielleicht auf die Idee, wir würden ihnen ein neues
Fahrrad darum nicht kaufen, weil wir sie nicht mögen oder weil uns etwas anderes
wichtiger ist, als sie es sind.
Das andere Extrem ist natürlich genau so schädlich:
Wenn jemand nur wenig Geld hat und eigentlich kaum über die Runden kommt und dennoch
ein besonders teures Fahrrad kauft und dabei Schulden machen muss, handelt er
schlichtweg falsch. Vielleicht meinen diese Eltern "aber mein Kind darf das
nicht merken / soll darunter nicht leiden" und was es dieser Sprüche noch
mehr geben mag. Unter Umständen geht es überhaupt nicht um das Kind sondern viel
mehr um das Ansehen bei den Nachbarn: "die sollen nicht denken, dass wir
uns das nicht leisten könnten!"
Wer sich um derartiger Äußerlichkeiten
wegen in Schulden und damit nicht selten in große Not stürzt, der tut seinen Kindern
keinen Gefallen. Kinder lieb haben, das heißt nicht Kinder "kaufen"
sondern ihnen gegenüber offen sein, ihnen vertrauen und mit ihnen Leid und Freud
teilen. Natürlich können Kinder traurig sein oder gar zornig, wenn wir ihnen erklären,
dass wir ihnen ihre Wünsche nicht erfüllen. Sind sie sich aber unserer Liebe gewiss,
dann wird das unsere Beziehungen nicht trüben.
Der
Deutsche Caritasverband hat festgestellt, dass "Jugendliche immer häufiger
pleite" sind: Neben Arbeitslosigkeit, Scheidung und Krankheit spielen bei
jungen Menschen Unerfahrenheit und übersteigerte Konsumansprüche eine große Rolle
bei der Überschuldung. Wo aber haben die Betroffenen Schuldner den Umgang mit
Geld und Bankgeschäften gelernt? Die Vermutung ist berechtigt, dass das Vorbild
von uns Älteren wirkt. In der Tagespresse ist zu lesen, dass zur Zeit so viele
Haushalte zahlungsunfähig seien, wie noch nie nach der Wiedervereinigung. Gerade
weil Kreditinstitute und Kaufhäuser, Autohändler und Reiseunternehmer, um nur
einige Branchen zu nennen, unkritischen Kunden den Mund wässerig machen, lassen
sich immer mehr Frauen und Männer verführen. Geldgeschäfte kennen keine Moral
sondern allein rechtliche Rahmenbedingungen. Die Pädagogik aber ist ohne Moral,
ohne Werte und Normen, undenkbar. Immer geht es in der Erziehung auch um Zielfragen.
Und wohin wollen wir unser Kind in Bezug auf den Umgang mit Geld führen?
Zu einem Schuldenberg? Leichtfertig übernehmen nicht wenige Eltern die Maßstäbe,
die von Bildschirmen und in aufwendigen Verkaufs- und Werbekatalogen in die Wohnstuben
hereinkommen. Von einem bekannten Kreditinstitut war zu lesen, dass ihm es immer
wieder gelingt, Menschen dazu zu verführen, viele Tausend Euro Schulden zu machen.
Nicht selten mit dem Versprechen: Sie können sich heute alle Wünsche erfüllen
- wir helfen Ihnen dabei. Die Schuldnerberatungsstellen landauf landab wissen
ein Lied vom Leid all jener Frauen und Männer zu singen, die nicht haben warten
wollen, bis sie genügend Geld erspart hatten.
Schulden
kann nur jemand machen, der einen Gegenwert besitzt. Zum Beispiel ein sicheres
Einkommen oder - im Falle einer Hypothek - ein Haus. Und die Höhe der monatlichen
Verpflichtungen darf das tägliche Brot und alles, was dazu gehört, wie das Taschengeld
der Kinder, nicht gefährden. Und gar einen Kredit aufzunehmen für
einen Gegenstand, den man leichte verliert, beziehungsweise dessen Wert verfällt,
so wie das zum Beispiel bei einem Auto der Fall sein kann, wenn es beschädigt
oder gar durch einen Unfall unbrauchbar geworden ist, ist schlichtweg zu riskant
und ohne entsprechende Absicherungen unverantwortlich.
Wir
sollten im Alltag unseren Kindern vorleben, dass man ruhiger schläft und ausgeglichener
sein kann, wenn man nicht mehr ausgibt, als man einnimmt.
7.
Diebstahl:
Was tun, wenn wir entdecken, dass unser Kind heimlich Geld
an sich genommen hat? Zunächst einmal ist zu diesem Problem daran zu erinnern,
dass es auch in unserem Leben Phasen gegeben haben mag, in denen wir lange Finger
hatten oder mit dem Gedanken spielten, uns auf diese wenig akzeptierte Weise etwas
anzueignen.
Keine Sorge, liebe Eltern! Wenn Diebstahl nicht zu unserer, der
Eltern, Alltagsnorm gehört, dann übernehmen unsere Kinder genauso selbstverständlich
unsere Vorstellungen von "Mein und Dein", wie sie die meisten unserer
Wertvorstellungen bewahren. Abweichungen oder Krisen auf diesem Wege gehören zu
unserem Leben. Wie wir damit umgehen können zeigt Ihnen das folgende Beispiel:
Beim
Betten richten entdeckt die Mutter bei ihrer achtjährigen Tochter einen Fünfzigeueoschein.
Da das Kind über eine derartige Summe auf legale Weise nicht verfügen konnte,
musste der Geldschein aus einem der Elterngeldbeutel, die stets offen in der Holzschale
auf der Kommode liegen, stammen. Die Familie gehört zu jenen, in denen man nicht
unbedingt den Verlust eines Geldscheines gleich bemerken muss, da einmal genügend
Geld vorhanden ist und zum anderen Vater und Mutter je nach Bedarf und ohne vorherige
Absprachen über das Haushaltsgeld verfügen. Wohl aber war den Eltern aufgefallen,
dass das Mädchen in den letzten Tagen stiller und schlechter gelaunt war, als
sonst üblich. Was tun? Zunächst ließ die Mutter den Geldschein im Versteck und
die Eltern berieten miteinander über ihr weiteres Verhalten. Nur kein Drama daraus
machen! Das war die erste Devise und die zweite: wir müssen dem Kind helfen, aus
seiner schwierigen Situation wieder herauszukommen. Denn dass das Mädchen sich
nicht wohlfühlt, zweifellos von Schuldgefühlen geplagt wird, ist wegen der schlechten
Laune ja offensichtlich. Da die direkte Ansprache: "hör mal, ich habe da
was bei Dir gefunden ..." wohl auch nicht der richtige Weg war, verständigten
sich die Eltern darauf, dem Kind voll vertrauen zu wollen. Das heißt, darauf
zu vertrauen, dass es selbst den Weg aus dem selbstverschuldeten Dilemma findet.
Die einzige konkrete Hilfe hierzu ist der bewusst hergestellte persönliche
Kontakt, wie das folgende Beispiel zeigt
.
Da seit den frühen Kindertagen die Tochter gern vor dem Schlafengehen der
Mutter ihre kleinen und großen Sorgen anvertraut oder ihre Tageserlebnisse berichtet
hatte, blieb die Mutter am Abend etwas länger als sonst üblich zum Gute-Nacht-sagen
in der Nähe des Bettes. Vier Tage mussten die Eltern warten. Noch immer lag der
Geldschein in seinem Versteck. Am fünften war es dann soweit: die Tochter zog
den Schein heraus, gab ihn der Mutter und erzählte ihr alles.
Die Mutter
hörte die übliche Geschichte, die wir bei Kindern dieses Alters immer wieder erleben
können. Das Mädchen wollte für das Geld Süßigkeiten und andere begehrenswerte
Dinge kaufen und sie einem Nachbarskind schenken, das entsprechende Zuwendungen
mehr oder weniger direkt zur Bedingung des Fortbestandes ihrer Freundschaft gemacht
hatte. Etwa nach dem Motto: wenn du mir keine Schoki gibst, spiele ich nicht mehr
mit dir. Und für die Wünsche der Spielgefährtin war das Taschengeld für die Tochter
natürlich nicht berechnet.
Die Mutter nahm ihr Kind in den Arm und tröstete
es. Und damit war die Angelegenheit erledigt und wurde nie wieder erwähnt. Das
Mädchen wuchs heran; im Umgang mit Geld war sie stets zuverlässig, ehrlich und
sorgsam.
8. Soziale Zwänge:
Es
war im Zusammenhang mit den Bedürfnissen unserer Kinder die Rede vom "Vertrauen"
und davon, dass wir ihnen etwas zutrauen müßten, wenn sie selbständig und souverän
ihre Angelegenheiten meistern lernen sollen. Besonders in diesem Bereich - im
Umgang mit dem Geld - haben diese Verhaltensregeln hohe Bedeutung. Sogar sparen
lernen unsere Kinder, wenn wir nur das Vertrauen in sie setzen, dass sie verstehen,
wenn wir nicht so viel Geld für sie ausgeben können, wie wir es gerne täten.
Auf einem Elternabend
klagte ein Großvater darüber, dass sein Enkelkind Schwierigkeiten in der Schule
bei seinen Klassenkameraden habe, weil er nicht ebenfalls einen Schulranzen der
Marke XY besäße. Die Ranzen der Marke XY seien aber erheblich teurer als andere
und es sei nicht einzusehen, dass das soziale Umfeld ein derartiges "Diktat"
ausübe.
Der Großvater hat Recht: es ist tatsächlich nicht einzusehen, dass
irgendwer irgendeinen Druck auf mein Kind ausübt, nur weil ich nicht mehr Geld
ausgeben will, als ich für richtig halte. Und dem Druck beziehungsweise der Diktatur
von Marken und Trends beugen sich unsere Kinder um so eher, je mehr sie den Eindruck
gewinnen, nur auf diese Weise anerkannt zu sein. Die Eltern in der betroffenen
Klasse beschlossen, sich gemeinsam mit ihren Kindern und den Lehrern einmal zusammenzusetzen
und sich darüber zu unterhalten. Wenn sich auf diese Weise auch nicht alle Eltern
überzeugen lassen, sich weiterhin dem Druck von Werbung und der Begehrlichkeit
ihrer Kinder nachgeben, so kommt doch ein Dialog darüber zu Stande.
Wenn
in Schulen in Baden-Württemberg darüber nachgedacht wird, ob man Kindern nicht
eine Schuluniform verpassen solle, um dies leidige "Marken-Thema" in
den Griff zu bekommen, so träfe eine solche Regelung nicht den Kern. Bei den Familien
und den Schülerinnen und Schülern selbst wäre anzusetzen. Der Wirtschaftsmacht
"Werbung" können wir nicht ausweichen. Sogar Schauspieler, Sportler
oder Politiker reiten auf diesem Goldesel mit. Der einzelne Bürger kann sich dem
allen nur dann entziehen, wenn er genug Selbstbewußtsein und Autonomie besitzt
und außerdem die Kraft und den Mut hat, sich mit anderen, die ebenfalls diesem
Einfluss widerstehen wollen, solidarisiert. Unsere Kinder aber sind dem hilflos
ausgeliefert und meinen tatsächlich, dass ein Produkt Kinder froh macht oder dass
eine bestimmte Jeans-Marke oder der Schulranzen aus dem Hause XY ihnen Ansehen
geben.
Hier
hilft nur vor Ort, in Kindergärten und Schulen laut und unmissverständlich andere
Signale zu setzen, wenn unsere Kinder oder einige von ihnen zu leiden beginnen.
Sobald wir uns einem Problem nähern, das viele angeht, wird uns die Bedeutung
ökologischen Denkens vor Augen geführt, wie wir es im Kapitel über die Übereinstimmung
in der Erziehung kennen gelernt hatten. Gerade wenn es um Themen geht, die Eltern
und Kindern gleichermaßen großen Kummer bereiten und Auslöser vieler Familienkonflikte
sind, wäre eine angemessene Öffentlichkeit in den Exosystemen "alle Eltern
und Kinder einer Klasse oder Schule" und darüber hinaus "alle Bürgerinnen
und Bürger eines Gemeinwesens" herzustellen. Hier sollten wir ansetzen
und nicht bei Regierungen, Parlamenten oder Verwaltungsbehörden. Diese Exosysteme
haben vielmehr die Verantwortung dafür, derartige Bestrebungen, wie ich sie hier
vorschlage, vor Ort anzuregen und zu unterstützen.
Bei
Erzieherinnen und Lehrerinnen und Lehrern laufen Eltern mit derartigen Anliegen
offene Türen ein. Wir dürfen nicht zulassen, dass unsere Kinder wegen Normen,
die nicht von uns akzeptiert werden, in Not geraten. Oft aber steht eine einzelne
Familie all diesen sozialen Zwängen hilflos gegenüber. Und aus Sorge, dass ihr
Kind zum Außenseiter werden könnte, geben sie dem Drängen ihres Kindes nach. Diesmal
aber geht es nicht um die Frage: können wir uns das leisten oder nicht? Es geht
immer auch darum, ob wir diese Geldausgaben wollen oder nicht wollen. Als
Maßstab dienen uns die Bedürfnisse unserer Kinder. Darum hilft in diesen Situationen,
vor allem wenn sie sich zu Gefährdungen für unsere Kinder auswachsen können (z.
B. weil sie die Maßstäbe verlieren ...) nur gemeinsames Handeln. Überall, wo es
zweckmäßig erscheint, endlich etwas zu verändern; bewährten sich bisher die
folgenden Vorgehensweisen:
Kontaktaufnahme
mit anderen Eltern/den Elternvertretern: geht es Ihnen genauso?
Kontaktaufnahme
mit der Erzieherin/der Lehrerin/dem Lehrer: ist Ihnen das auch schon aufgefallen?
Ich/wir möchten das Problem in einem Elternabend ansprechen. Elternabend
zum Thema: Soziale Zwänge in dieser Gruppe / Klasse / Schule Auf dem Elternabend
austauschen, überlegen und sich verständigen, welche Schritte eingeleitet werden.
Zum Beispiel: eindeutige Absprachen treffen über das, was alle wollen und was
alle nicht wollen; mit
Kindern sprechen; in
die Öffentlichkeit gehen (Gemeindeblatt); Elternbriefe verfassen; gemeinsam
handeln und nach einer bestimmten Zeit in einem weiteren Elternabend schauen,
was aus den Absprachen geworden ist.
|
Nur
wenn in einer Gemeinde beziehungsweise in dem Einzugsbereich eines Kindergartens
oder einer Schulklasse/einer Schule über diese Probleme öffentlich gesprochen
wird oder sogar Übereinstimmung in der Vorgehensweise zwischen allen Betroffenen
erzielt wird, besteht Aussicht; etwas zu verändern. Wir brauchen dieses Zusammenwirken,
denn Eltern erziehen nicht allein!