1.An
wen richten sich meine Texte? Da gibt es einmal Sie, liebe Mütter und
Väter, die ich ansprechen möchte (und hier noch einmal herzlich willkommen
heiße!) und zwar alle die, die sich vergewissern wollen. Jede Mutter und
jeder Vater verhält sich in der Familie nach bestem Wissen und Gewissen.
Doch taucht gelegentlich der Wunsch auf, sich dessen zu vergewissern, ob man denn
"richtig liegt" (gemessen an dem, was "Experten" zu den jeweiligen
Fragen zu sagen haben). Und da ist es ganz gut, wenn man mal irgenwo nachschauen
kann. Zum Beispiel wenn es um Lohn und Strafe, um die Hausaufgaben oder das Taschengeld
geht.Und dann sind da
jene Eltern, die die Bedürfnisse ihrer Kinder gar nicht kennen (vielleicht
nicht einmal so genau die eigenen!) und die, wenn sie davon erfahren, feststellen
müssen, dass sie das so nicht schaffen, wie das in meinen Texten steht. Da
muss ich zum Beispiel an eine junge Mutter denken, die zwei Kinder hat und alleine
erzieht. Sie schrieb mir im Mai 2005: "...Dann
habe ich mir Ihre Erläuterung zu dem Thema : Strukturen im Alltag als Orientierungshilfe
durchgelesen, ich war richtig gefesselt von dem was Sie da schreiben. Da es bei
mir in meiner Familie genau daran fehlt, feste Regel, und einen geregelten Alltag.
Das liegt aber nicht daran, das ich das nicht wollte, sondern an meiner Angst
etwas zu verändern und an meiner Inkonsequenz, die es meinen Kinderen auch
nicht leichter macht, das neue Leben zu verstehen, weil was heute noch richtig
ist, ist morgen schon wieder falsch. Ich weiß dass dieser Fehler von mir
kommt, allerdings habe ich mir jetzt ( ich hoffe sie sind mir nicht böse
) diesen einen Abschnitt, wo sie erklären, wie ein idyllischer Familienalltag
aussehen könnte kopiert und ausgedruckt, damit ich immer vor Augen habe wie
es sein sollte, und das dass, was ich mache meinen Kindern nicht wirklich hilft.." Dieser
jungen Frau, die den Mut hatte, mir zu schreiben, wünsche ich Hilfe und Unterstützung
bei ihren Bemühungen, den Bedürfnissen ihrer Kinder nach einer zuverlässigen
Orientierung im Alltag gerecht zu werden. Es ist sehr schwer, das alleine zu schaffen.
Und ich denke, dass die meisten Mütter und Väter, die Schwierigkeiten
dabei haben, diese Texte gar nicht erst lesen werden. In unserer Elternbildungsarbeit
haben wir immer wieder zu unserem großen Leidwesen gehört, dass Eltern
von den Kindern, die die meisten Probleme in der Kindergartengruppe oder
Schulklasse hatten bzw. machten, an den Seminaren oder Familienwochenenden nicht
teilnahmen. Und das waren dann keine materiellen Gründe - denn für Personen
ohne Einkommen waren die Angebote gratis - sondern vielleicht Ängste, Hemmungen
und eigene seelische Not.Und
noch zwei weitere Gründe werden Besucherinnen und Besucher nach flüchtigem
Kontak mit diesen für sie bestimmten Seiten möglicher Weise veranlassen,
sich wieder auszuklinken: Es
sind 1. die Sprache und 2. die Reserviertheit allen Belehrungen gegenüber.Zu
1: Nicht immer ist alles leicht verständlich und sogleich einsichtig
formuliert. Und nicht jede/jeder wird sich mit meiner Schreibweise anfreunden
können. Dann wäre es gut, wenn ich etwas davon erführe. Also schreiben
Sie, wenn etwas unklar ausgedrückt ist.Zu
2: Und dann gibt es jene, wie mir am 25. 11. 2005 Herr A. B. erklärte,
die nicht gern etwas lesen, von dem sie meinen, das hätten sie genau so oder
noch besser sagen können. So jedenfalls geht es Herrn A. B.. Er ist - in
seiner beruflichen Eigenschaft - selbst kompetent, daran ist nicht zu zweifeln.
Doch kommt, wie er freimütig bekennt, eine natürliche Abwehr hinzu,
sich von anderen Personen etwas sagen zu lassen, selbst wenn diese anderen das,
was sie da zum Ausdruck bringen, nur als ein Informationsangebot verstanden
wissen wollen und nicht als Besserwisserei. Allein der Verdacht. "da will
mich jemand belehren" löst bei ihm Widerwillen aus. Und dann schaut
er gar nicht mehr hin. Weder in ein Buch noch auf eine Internetseite. Und
über Herrn A. B. komme ich zu der anderen Personengruppe, die angesprochen
werden soll: Die Pädagogen von Beruf. Die Fachkräfte in sozialpädagogischen
Arbeitsfeldern und in den Schulen sind ebenfalls herzlich eingeladen, sich die
hier eingestellten Texte anzuschauen, kritisch zu lesen und mir Rückmeldung
zu geben.Vielleicht
können sie das eine oder andere Kapitel auch mit Gewinn für sich und
ihr Klientel verwenden.Und
noch ein Hinweis: Wenn wir uns in Ruhe die Themen, die auf diesen Seiten behandelt
werden, durch den Kopf gehen lassen, werden wir bald feststellen, dass sie alle
zusammen gehören, dass in unserem Familienleben das eine das andere beeinflusst
und sie sich gegenseitig durchdringen. Insofern schneiden wir immer nur einen
"Gegenstand" heraus und vergessen dabei nicht die anderen und schon
gar nicht die Grundbedürfnisse.Nun
wünsche ich Ihnen, liebe Besucherin, lieber Besucher, mutige Neugierde und
einen kritischen Blick. Eine Besucherseite habe ich nicht eingerichtet. Sie sind
aber herzlich eingeladen, mir eine mail an die unten stehende Adresse zu senden!
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