Liebe
Mütter, liebe Väter,
liebe Erzieherinnen und Erzieher,
liebe
Lehrerinnen und Lehrer,
Täglich
können wir in irgendeiner Tageszeitung lesen oder in Fernsehberichten sehen
und hören, dass aggressive Verhaltensweisen bis hin zu Gewalttaten eine interessierte
Öffentlichkeit beunruhigen. Obwohl eine immer größere Anzahl mehr
oder weniger gut lesbarer Schriften in den Buchhandlungen ausliegen, die Eltern
und Berufspädagogen Hinweise anbieten, wie sich Aggressionen beim Menschen
herausbilden, wie sie verstärkt oder reduziert werden können und was
vorbeugend getan werden kann, nehmen bei Kindern und Jugendlichen - und nicht
nur bei ihnen - aggressive Verhalten offenbar zu. Es muss darum auch auf einer
Homepage mit Themen zur Erziehung und Bildung auch über diese Problematik
nachgedacht werden.
Wäre
es nicht schön, so mag mancher von uns gelegentlich denken, wenn wir in einer
überwiegend friedvollen Atmosphäre mit unseren Kindern leben, spielen
und lernen und wenn wir die Kinder so erziehen und bilden könnten, dass sie
ihre Probleme mit sich, mit ihren Geschwistern und Freunden und mit uns gewaltfrei
lösen würden?
Ist
das wirklich nur ein Traum?
Ich
frage Sie:
Wer oder was aber macht unsere Kinder hyperaktiv, aggressiv und
gewalttätig?
Ist es die Familie? Sind es der Kindergarten oder die Schule?
Sind es die anderen Kinder?
Sind es die Vereine oder das Fernsehen?
Oder
hat das gar etwas mit einer bestimmten Veranlagung zu tun?
Im
Alltag neigen wir dazu, die Schuld an der Aggressivität oder der Gewaltbereitschaft
unserer Kinder den jeweils Anderen zu geben. Die Familie zeigt auf die Freunde
oder die Schule. Die Schule zeigt auf die Eltern und alle zusammen klagen über
die "heutige Zeit" mit ihrem "Erziehungsnotstand". Und viele
von uns wursteln für sich alleine, probieren dies und jenes oder geben resignierend
auf.
Ich hatte
über Ursachen
von Aggressionen und den Umgang mit aggressiven Kindern und Jugendlichen bereits
eine Schrift verfasst, die unter dem Titel"Schreien, schlagen, zerstören"
beim Ernst Reinhardt-Verlag in München
erschienen ist.
Dieses
Buch werde ich Ihnen in diesem Teil kurz vorstellen. Einzelne Kapitel daraus könne
Sie aber hier nicht wiederfinden. Insofern bieten die Texte dieses Teils der Homepage
lediglich eine Ergänzung zu den Buchinhalten an.